Seeteufel

Eine Spezialität für Gourmets.

Der Seeteufel, auch die „Zwiebel des Meeres“ genannt.

Na gut, der Seeteufel ist keine Schönheit. Sein überproportional breiter Kopf mit winzigen, engstehenden Augen ist imposant, wie auch die vielen spitzen Zähne in seinem riesigen Maul. Doch unter der weichen, schuppenfreien Haut des Raubfisches verbirgt sich ein wahrer Schatz, der insbesondere in der Hochküche geschätzt wird: blütenweißes, bissfestes, grätenfreies und sehr aromatisches Filetfleisch, verwendbar wie Filet- oder Steakfleisch. Es ist bis auf die Wirbelsäule völlig frei von Gräten und lässt sich deshalb extrem entspannt essen.

Der Seeteufel ist so etwas wie die Zwiebel des Meeres. Der Fisch hat sieben Häute, die ihn vor Kälte schützen und die man vor der Zubereitung entfernen muss. Das Hauptfanggebiet für die auf dem deutschen Markt angebotenen Fische ist der Nordostatlantik. Ein besonderes Merkmal ist, dass die Tiere sofort nach dem Fang noch an Bord ausgenommen und oft auch enthäutet werden, um sie für den schnellen Verkauf vorzubereiten. Wegen ihres unansehnlichen Äußeren werden Seeteufel nur selten im Ganzen verkauft. Auf dem Fischmarkt ist Seeteufel das ganze Jahr über im Angebot.

Kaufen Sie den Fisch nur im ausgewiesenen Fachhandel und achten Sie besonders penibel auf absolute Frische, die man vor allem am quasi nicht vorhandenen Geruch erkennt. Das Fleisch des Seeteufels ist sehr schnell verderblich.

Das delikate und etwas elastische Fleisch des Seeteufels ist für fast jede Art der Zubereitung geeignet, weil es beim Garen kaum zerfällt. Man kann es braten, grillen oder schmoren, aber auch in gewürztem Sud pochieren oder in wenig Fett dünsten. Der Fisch ist exzellent zum Grillen geeignet, weil sein Fleisch nicht so leicht zerfällt. Er wird sehr gern als Kotelette serviert, man kann den Seeteufelschwanz aber auch im Ganzen wie einen Braten auf einem Gemüsebett im Ofen schmoren.

In Olivenöl und Butter mit Kräutern und Knoblauch in der Pfanne gebraten gelingen zarte Minutensteaks auch dem Laien. Ganz besonders gut schmeckt der Seeteufel auch im Speckmantel gebraten mit Salbei als gedünstetes Filet oder als goldgelbes, knuspriges „Wiener“-Schnitzel zu Blattsalaten (© Text: Deutsche See).

Manche bezeichnen den Seeteufel als einen der hässlichsten Fische des Meeres. Foto: Pixabay.